Wie man fair in deiner Beziehung streitet: 8 unverzichtbare Tipps

Vermeide, dass Diskussionen zu vollwertigen Streitereien eskalieren! Erfahre, wie du fair in deiner Beziehung streiten kannst mit diesen hilfreichen Tipps.

Konflikte und Meinungsverschiedenheiten sind in jeder Beziehung unvermeidlich, egal ob mit deinem romantischen Partner, einem Familienmitglied oder einem Freund. 1 Wie du diese Konflikte bewältigst, kann deine Beziehung entweder stärken oder zerstören. 2 Daher ist es essentiell zu lernen, wie man fair streitet und sicherstellt, dass Konflikte auf eine gesunde und konstruktive Weise gelöst werden.

In diesem Artikel bieten wir dir 8 nützliche Tipps, wie du fair streiten und Verständnis und Wachstum in deiner Beziehung fördern kannst. Für eine tiefergehende Beratung zu diesem Thema, wirf unbedingt einen Blick auf unseren ultimativen Leitfaden, der dir bei der Bewältigung und Überwindung der verschiedenen Herausforderungen, die in Beziehungen auftreten, hilft.

8 Ratschläge für faire Auseinandersetzungen in deiner Partnerschaft

8 Ratschläge für faire Auseinandersetzungen in deiner Partnerschaft

Konflikte in Partnerschaften verleiten uns oft zu ungesundem Verhalten. Aber wenn wir lernen, fair zu streiten und selbst in hitzigen Momenten den Respekt zu bewahren, können wir eine gesündere Kommunikation und ein besseres Verständnis für unsere Partner/Partnerinnen fördern.

Um Streitigkeiten schnell und positiv zu lösen, hier sind 8 nützliche Ratschläge, wie du fair in deiner Partnerschaft streiten kannst.

1. Sprich das Thema frühzeitig an

Das frühzeitige Ansprechen von Konflikten kann verhindern, dass sie sich zu größeren Problemen entwickeln. Wenn du eine Sorge oder Meinungsverschiedenheit bemerkst, beginne ein offenes und ehrliches Gespräch mit deinem Partner/deiner Partnerin. Indem du das Thema frühzeitig ansprichst, kannst du Konflikte im Keim ersticken und effektiver auf eine Lösung hinarbeiten.

Das frühzeitige Ansprechen von Konflikten verhindert auch das Anhäufen von Groll und Frustration. Wenn du deine Gefühle unterdrückt hast, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie überlaufen, wenn das Problem endlich angesprochen wird. Um zu verhindern, dass Diskussionen zu vollwertigen Streitigkeiten eskalieren, sprich das Thema frühzeitig an und äußere ruhig deine Bedenken gegenüber deinem Partner/deiner Partnerin.

2. Übe aktives Zuhören

Aktives Zuhören ist ein mächtiges Werkzeug für effektive Kommunikation, insbesondere während Konflikten. Es beinhaltet, deinem Partner/deiner Partnerin deine volle Aufmerksamkeit zu schenken und zu versuchen, ihre/seine Perspektive zu verstehen. 3 Um aktiv zuzuhören, versuche, das, was dein Partner/deine Partnerin gesagt hat, in deinen eigenen Worten zu wiederholen, um zu zeigen, dass du zugehört hast.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob du sie/ihn verstanden hast, versuche etwas zu sagen wie: “Also was ich höre, ist, dass du dich frustriert fühlst, weil… Ist das korrekt?” Dies zeigt deinem Partner/deiner Partnerin, dass du zuhörst und validiert ihre/seine Gefühle. Es gibt ihnen auch die Möglichkeit, bei Bedarf zu klären oder weiter zu erklären.

Hier findest du mehr Tipps, wie du aktives Zuhören üben kannst!

3. Vermeide persönliche Angriffe

Persönliche Angriffe sind eine sichere Methode, um die Spannungen zu verschlimmern und können deine Partnerschaft auf lange Sicht schädigen. Deshalb ist es wichtig, sich auf deine eigenen Gefühle zu konzentrieren, anstatt Annahmen zu treffen oder deinen Partner/deine Partnerin anzugreifen. Der beste Weg, dies zu tun, ist die Verwendung von ‘Ich’-Aussagen. 4

Zum Beispiel, anstatt zu sagen: “Du verbringst nie Zeit mit mir”, könntest du sagen: “Ich fühle mich in letzter Zeit einsam; ich würde es lieben, wenn wir mehr qualitativ hochwertige Zeit miteinander verbringen könnten.” Dies zeigt deinem Partner/deiner Partnerin, dass du dich verletzt oder vernachlässigt fühlst, ohne ihre/seine Gefühle zu entwerten.

4. Sag “Nein” zu Verallgemeinerungen

In hitzigen Diskussionen mit deinem Partner/deiner Partnerin sind Verallgemeinerungen ein echter Stimmungskiller. Sie können das Feuer des Konflikts nur noch mehr anfachen und eine effektive Kommunikation blockieren. Verallgemeinerungen können zu Missverständnissen führen und die Situation noch weiter verschärfen.

Versuche stattdessen, dich auf das konkrete Problem zu konzentrieren und deine Gefühle dazu auszudrücken. Anstatt zu sagen: “Du machst immer alles kaputt”, versuche es mit: “Ich bin enttäuscht, wenn unsere Pläne plötzlich geändert werden.” Indem du Verallgemeinerungen vermeidest, hältst du das Gespräch auf Kurs, förderst Verständnis und schaffst eine positivere Atmosphäre für die Konfliktlösung.

5. Bleib beim Thema

Das ist das perfekte Gegenstück zur Vermeidung von Verallgemeinerungen. Es ist absolut wichtig, sich auf das aktuelle Thema zu konzentrieren. Obwohl es verführerisch sein kann, alte Beschwerden oder scheinbar relevante, aber unzusammenhängende Themen aufzugreifen, kann dies das Gespräch entgleisen und die Aufmerksamkeit vom eigentlichen Thema ablenken.

Bleib fokussiert und nimm dir vor, ein Problem nach dem anderen zu behandeln. Leg andere Bedenken für separate Diskussionen beiseite. So könnt ihr beide effektiver auf eine Lösung hinarbeiten.

Brauchst du mehr praktische Tipps? Schau dir unseren Schritt-für-Schritt-Leitfaden zum Navigieren von Konflikten in Beziehungen an.

6. Steh zu deinen Fehlern

Verantwortung für dein Verhalten zu übernehmen ist ein Muss, und es ist wichtig, Ausreden zu vermeiden oder mit dem Finger auf andere zu zeigen. Wenn du die Verantwortung für dein Verhalten übernimmst, zeigst du, dass dir bewusst ist, wie deine Handlungen deinen Partner/deine Partnerin beeinflussen. Es zeigt auch, dass du gewillt bist, die Dinge wieder ins Reine zu bringen. 5

Eine effektive Methode, deinem Partner/deiner Partnerin zu zeigen, dass du Verantwortung übernimmst, ist eine ehrliche Entschuldigung. Wenn du ein wenig Hilfe brauchst, wie du dich bei deinem Partner/deiner Partnerin entschuldigen kannst, schau dir unseren praktischen Leitfaden an, um eine Entschuldigung richtig zu formulieren!

7. Versetz dich in die Lage des anderen

Schlüpf mal in die Schuhe deines Partners/deiner Partnerin und versuch dir vorzustellen, wie es ist, in ihrer/seiner Position zu sein. Diese einfache Handlung kann zu einem tieferen Verständnis und einer harmonischeren Verbindung führen.

Wenn du dich bemühst, die Dinge aus der Perspektive deines Partners/deiner Partnerin zu sehen, zeigt das, dass du ihre/seine Gefühle und Erfahrungen wirklich wertschätzt. Es ermöglicht dir, Barrieren abzubauen und die Kommunikationslücke zu überbrücken. Indem du ihren/seinen Standpunkt verstehst, kannst du einen gemeinsamen Nenner finden und auf gegenseitig zufriedenstellende Lösungen hinarbeiten.

Also, wie kannst du dich in ihre/seine Schuhe versetzen? Beginne damit, aktiv zuzuhören und auf ihre/seine Worte und Emotionen zu achten. Versuche dir vorzustellen, wie du dich fühlen würdest, wenn du in ihrer/seiner Situation wärst. Überlege, welche Faktoren ihr/sein Verhalten oder ihre/seine Entscheidungen beeinflussen könnten. Durch das Üben von Empathie schaffst du einen sicheren Raum für offenen Dialog, in dem ihr beide euch ohne Angst vor Urteilen ausdrücken könnt.

8. Sag Nein zu Gewalt und Drohungen!

In hitzigen Auseinandersetzungen ist es essentiell zu bedenken, dass physischer oder emotionaler Schaden in einer liebevollen und gesunden Beziehung keinen Platz hat. Gewalttätiges oder manipulatives Verhalten kann deiner Beziehung irreparablen Schaden zufügen und das Vertrauen sowie die emotionale Sicherheit untergraben. Es ist wichtig, alternative Wege zu finden, um deine Frustrationen zu kanalisieren und Konflikte zu lösen, ohne auf schädliche Handlungen oder Worte zurückzugreifen.

Wenn du merkst, dass Konflikte auf ein Level eskalieren, wo Gewalt oder Drohungen ins Spiel kommen, ist es unerlässlich, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es gibt Ressourcen wie Paartherapie oder Beratung, die Anleitung und Unterstützung bei der Bewältigung schwieriger Situationen bieten können.

Effektive Kommunikation ist das Herzstück von fairen Auseinandersetzungen in Beziehungen. Um tiefer in dieses Thema einzutauchen und mehr Strategien zu entdecken, wie du die Kommunikation in deiner Beziehung verbessern kannst, solltest du unbedingt unseren umfassenden Leitfaden zur Kommunikation in Beziehungen durchlesen.


  1. Shantz, C. U. (1987). Conflict between children. Child Development, 58, 283–305. ↩︎

  2. Byrne, M., Carr, A., & Clark, M. (2004). The efficacy of behavioral couples therapy and emotionally focused therapy for couple distress. Contemporary Family Therapy, 26(4), 361-387. doi.org ↩︎

  3. Weger, H., Bell, G. C., Minei, E., & Robinson, M. J. (2014). The Relative Effectiveness of Active Listening in Initial Interactions. International Journal of Listening, 28(1), 13–31. doi.org doi.org ↩︎

  4. Overall, N. C., & McNulty, J. K. (2017). What Type of Communication during Conflict is Beneficial for Intimate Relationships?. Current opinion in psychology, 13, 1–5. doi.org ↩︎

  5. Lewis, J. T., Parra, G. R., & Cohen, R. M. (2015). Apologies in Close Relationships: A Review of Theory and Research. Journal of Family Theory and Review, 7(1), 47–61. doi.org ↩︎

Autorenbild von Amy Clark
Beziehungsexpertin

Amy Clark

Amy Clark ist eine freiberufliche Schriftstellerin, die über Beziehungen, Ehe und Familie schreibt. Sie ist seit über zehn Jahren glücklich verheiratet und liebt ihren Ehemann …

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